Pressemitteilung der CDU-Fraktion Fahrenkrug

die Flüchtlingsunterkunf im LeVo-Park versetzt  die Fahrenkruger Bürgerinnen und Bürger in Angst und Schrecken. Die SZ vom 22.01.2016 schreibt davon, dass die Bewohner sich nur sehr vorsichtig äußern, um nicht in die rechte Ecke gestellt zu werden. Dennoch müssen wir als Gemeindevertreter die Sorgen und Ängste der Fahrenkruger ernst nehmen und weitergeben. Daher haben wir mit der mit den Stimmen der CDU-Fraktion und dem stellvertretenden Bürgermeister Sven Hansen (SPD) einen fraktionsübergreifenden Antrag auf Einberufung einer außerplanmäßigen Gemeindevertreterversammlung beim Bürgermeister eingereicht. (Die Unterschrifte von Carsten Doose und Michael Petitjean fehlen, da sie auswärtig tätig sind).

Gleichzeitig fordern wir den Schleswig-Holsteinischen Innenminister auf, nach Fahrenkrug zu kommen und zu erklären, was im LeVo-Park vor sich geht. Denn bisher ist weder unsere Amtsverwaltung noch wir als Gemeindevertreter informiert, was sich im LeVo-Park tut. Angesichts der jahrelangen Verhandlungen um Flächennutzungs- und Bebauungspläne im LeVo-Park, halten wir das Vorgehen des Innenministeriums im LeVo-Park an allen kommunalen Gremien vorbei mindestens für rechtsstaatlich bedenklich. Innerhalb von drei Monaten werden hier Bauvorhaben vorangebracht, die sonst Jahre dauern. Wie sollen denn Bevölkerung und Kommunalpolitiker reagieren können, wenn keine Beteiligungsverfahren durchgeführt werden und Sitzungen auf Gemeindeebene in der Regel nur einmal im Quartal stattfinden?

Auf der beantragten Versammlung muss eine gemeinsame Position gefunden werden, die dann gegenüber dem Schleswig-Holsteinischen Innenminister vertreten werden soll. Wir befürchten, dass durch die 100 Flüchtlinge im Kirchwegskamp eine Sogwirkung auf die Flüchtlinge im LeVo-Park entsteht. Wir sind der Auffassung, dass das Nordtor des LeVo-Parks unbedingt geschlossen bleiben muss, um die Sorgen und Ängste unserer Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen und Gefahr für sie durch die Erstaufnahmeeinrichtung abzuwenden. Zudem kann eine Integration der 150 Flüchtlinge, die sich zukünftig im Dorf befinden werden nur gelingen, wenn wir gegenseitiges Vertrauen herstellen und die Fahrenkruger und die Flüchtlinge sich kennen lernen. Auf dem gestrigen Treffen des Helferkreises in der Sporthalle wurde mit der Verabredung eines Flüchtlingskaffees am 31.01.2016 im Bürgerhaus ein weiterer Schritt in diese Richtung unternommen

Für die CDU-Fraktion Fahrenkrug
Sebastian Fuß

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